Speziell im Underground der schwarzmetallischen Gärten wird bekanntermassen sehr viel unbrauchbarer Kompost fabriziert. Nicht so im Lager der deutschen Black Metal-Kapelle von DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT. Dass auch bestes Schwarzwurzelkraut ohne Zusatz jeglicher Substanzen in Form von Keyboards gedeihen kann, stellt uns das Quartett auf ihrem bereits fünften Longplayer „Saldorian Spell“ ein weiteres Mal unter Beweis. DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT setzen nach wie vor auf Altbewährtes und halten an ihren unverrückbaren Dogmen stur fest. Fernab von kommerzieller Ausschlachtung führen sie das Werk ihrer Wegbereiter der früheren Subkultur des Black Metals unaufhaltsam fort. Der Sound klingt roh, organisch und unverfälscht. Hohepriesterin Onielar keift fies und reizt ihre Stimmbänder bis an die Grenzen aus. Der „Evil Twin“ einer Sabine Classen. Und das will was heissen. Denn Sabinchen klingt schliesslich schon angepisst genug. Die Songs an sich sind relativ einfach strukturiert und zeigen von der ersten Note an klar ihre Marschrichtung an. Die Luft der Sternstunde der frühen Neunziger des Black Metals ist spürbar und zum Greifen nah. Wer’s unverblümt mag und trotzdem ein qualitativ-hochwertiges Black Metal-Album hören will, ist hier bestens bedient. Black Metal at its best! 8.5 Punkte (Pink)